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SPIEGEL Titelthema im Juli:

Homöopathie - die große Illusion

Titel DER SPIEGEL

... so titel das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 12.07.2010. Die Rede ist von unversöhnlicher Gegnerschaft zwischen Anhängern und Gegnern, zwischen "hemmungslos Gläubigen und fundierten Kritikern". Doch das Gegenteil ist der Fall, meint die Carstens-Stiftung in einer Stellungnahme. Die Stiftung unterstützt die wissenschaftliche Erforschung der Homöopathie. Hier die Presseinformation der Karl und Veronica Carstens-Stiftung:

 

Stellungnahme der Carstens-Stiftung

(Essen, 12.07.2010) Es war eine Frage der Zeit, bis sich die gesundheitspolitische Debatte auf die Komplementärmedizin ausdehnt. Den Stein ins Rollen bringt nun die Titelstory der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL. Dass gerade die Homöopathie als Aufhänger herhalten muss, verwundert nicht. Sie ist das Verfahren innerhalb der Komplementärmedizin, bei dem die Meinungen am weitesten auseinander gehen. Einige Politiker nehmen die Aussagen im SPIEGEL nun zum Anlass, sich über die Rolle der Homöopathie in der GKV zu äußern.

Pragmatismus statt Grabenkampf
Der SPIEGEL-Beitrag selbst trägt die Überschrift "Der große Schüttelfrust". Die Rede ist von unversöhnlicher Gegnerschaft zwischen Anhängern und Gegnern, zwischen "hemmungslos Gläubigen und fundierten Kritikern", der Ton werde nun "rau(h)er, die Auseinandersetzung rabiater."

Das Gegenteil ist der Fall: In der Versorgungsrealität (Arztpraxen, Krankenhäuser, Ärztekammern, Krankenkassen, medizinische Fakultäten) gibt es zahlreiche gute Beispiele für ein funktionierendes Miteinander. Unabhängig von Gesundheitspolitik und Lobbyismus tritt an die Stelle des ideologischen Grabenkampfes, den uns der Autor aufdrängen will, ein Pragmatismus, der sich am Wohle und an den Wünschen der Patienten orientiert.

Homöopathie an Universitäten
Selbst an den medizinischen Fakultäten der Universitätskliniken gibt es zunehmend Bereitschaft zur Kooperation: An vielen Universitäten ist die Homöopathie fester Lehr-Bestandteil im Querschnittsbereich 12, der verpflichtend unterrichtet wird. Alleine im Sommersemester 2010 bot darüber hinaus fast jede dritte Universität das Wahlpflichtfach "Homöopathie" den angehenden Medizinern an.

Der SPIEGEL bemüht sich indes alte Feindbilder wieder aufleben zu lassen und Gräben auszuheben, die längst zugeschüttet waren. Der Versuch, die Anhänger beider Seiten erneut gegeneinander aufzubringen, hilft in der Sache nicht weiter. Und Sachlichkeit ist dringender denn je angeraten - leider fehlt es dem Beitrag darin in zentralen Punkten.

Die vollständige Stellungnahme der Carstens-Stiftung finden Sie hier.